Als urzeitliche Naturgeister der frühen Welt repräsentieren die nachtelfischen Götter ihre mächtigsten Eigenschaften. Obwohl viele ihre körperliche Gestalt verloren haben, finden sie heute noch in anderen Kulturen Verehrung.


In der Vorzeit bewachte Elune, die Mondgöttin, alles Leben in der Welt und gab ihm die Chance zu wachsen. Ihr Einfluss bewahrte die Welt vor Gewalt und schenkte den frühen Völkern, bis zur Entdeckung der Magie, Frieden.
Vor circa 10,000 Jahren begannen schließlich die frühen Kaldorei mit der Verehrung von Elune. Sie glaubten, dass die Göttin in den schillernden Wassern des Brunnens der Ewigkeit während des Tages schläft, und sobald die Nacht hereinbricht, in all ihrer Pracht an den Himmel steigt.
Da Elune nie körperlich in Erscheinug tritt, schickte sie ihren Sohn Cenarius, den sie zusammen mit Malorne zeugte, in die Welt der Sterblichen.

Die Nachtelfen glauben, dass Elune über ihre Kinder wacht, sie beschützt und ihnen die Möglichkeit, mit der Dunkelheit zu verschmelzen, gewährt.
Priesterinnen der Mondgöttin, so wie die berühmte und uralte Tyrande Whisperwind, repräsentieren die Anmut und Macht Elunes in der sterblichen Welt. Sie benutzen die Stärke ihres Glaubens um gegen Feinde zu kämpfen, und hüllen sich in silberne Rüstungen. Auch die gefürchteten nachtelfischen Jägerinnen beziehen ihre Kraft von Elune.

Elunes größtes Heiligtum ist der ätherische Tempel des Mondes in Darnassus.




Cenarius ist der druidische Halbgott der Wälder. Der Herr der Haine ist zudem bekannt dafür, wirklich in der physischen Welt existiert zu haben.
Der mächtige Cenarius hatte den Torso und den Kopf eines Nachtelfen und den Körper eines großen, grauen Hirschs. Er ist der Meister der druidischen Kräfte, die durch die Erde ziehen, und der Vater der Dryaden sowie der weisen Hüter des Hains. Jahrtausende lang hat Cenarius von den Moonmooren über die Nachtelfen gewacht, bis die Dämonen das Land angegriffen haben. Grom Hellscream trank das verdorbene Blut von Mannoroth, seine teuflischen Orks kämpften daraufhin gegen die Streitkräfte des Cenarius. Der mächtige Halbgott, über die Jahre erhabener und weiser als alle anderen, wurde in den Wäldern seiner Heimat erschlagen.
Sein Geist besteht weiter, aber sein physisches Selbst ist für immer zerstört.

Cenarius' größtes Heiligtum ist ein Schrein in seiner Zuflucht in den Barrow Dens.




Wenig ist bekannt über Malorne, den Wegwächter. Der weiße Hirsch war der Hüter der Wälder, ähnlich wie sein Sohn Cenarius nach ihm. Er tauchte immer in den Momenten größter Not auf, und brachte neue Hoffnung für Frieden.
Leider wurde der Wegwächter im Krieg der Urtume von Archimonde getötet.




Die mächtigen Zwillings-Bärengötter Ursol und Ursoc (manchmal auch Ursin) kämpften Seite an Seite mit den Nachtelfen gegen die Brennende Legion im Krieg der Urtume.
Die Druiden beziehen ihre totemartigen Kräfte aus den Segnungen von Ursoc und Ursol.




Aviana, der weibliche Rabe, war Botschafterin im Krieg der Urtume und Patronin der Geheimnisse und Mysterien der wilden Erde.
Auch von den Segnungen der Rabengöttin beziehen die Druiden ihre totemartigen Kräfte.





Die uralten und mächtigen Drachen werden nicht als Götter verehrt, aber sie sind Wesen, denen die Nachtelfen großen Respekt gegenüber erweisen.
Die riesigen, schlangengleichen Bestien lebten zwar häufig sehr zurückgezogen, trugen aber viel dazu bei, das bekannte Land vor potenziellen Gefahren zu beschützen. Die Nachtelfen glaubten, dass die Drachen sich selbst als Beschützer der Welt betrachteten, und sie waren sich einig, dass man sie und ihre Geheimnisse am besten in Ruhe ließ.

Drei der großen Aspekte haben eine engere Verbindung zu den Nachtelfen.
Alexstrasza, die Lebensgeberin, legte eine einzige verzauberte Eichel im Herzen des Brunnens der Ewigkeit ab, aus welcher der Weltenbaum Nordrassil entstand.
Nozdormu, der Zeitlose, belegte den Weltbaum mit einem Zauber, der gewährleisten sollte, dass kein Nachtelf Opfer von Krankheiten oder Seuchen werden konnte, solange der kolossale Baum stand.

Ysera, die Träumerin, verzauberte den Weltbaum ebenfalls, indem sie ihn mit ihrem Reich, der Astraldimension, die Smaragdgrüner Traum genannt wurde, verband. Der Smaragdgrüne Traum, eine in ewiger Veränderung begriffene Geisterwelt, existierte außerhalb der Grenzen der stofflichen Welt. Aus dem Traum heraus regelte Ysera das Auf und Ab der Natur und den evolutionären Weg der Welt. Die Druiden der Nachtelfen waren durch den Weltbaum mit dem Traum verbunden. Als Teil ihres mystischen Pakts willigten die Druiden ein, Jahrhunderte am Stück zu schlafen, damit ihre Seelen auf den unendlichen Traumpfaden von Yseras Reich wandeln konnten. Es gefiel den Druiden zwar nicht, so viele Jahre ihres Lebens für den Großen Schlaf zu opfern, aber sie hielten sich selbstlos an ihren Teil der Abmachung mit Ysera.